Immobilienfonds als sichere Anlage

Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise sollte man sich genau überlegen, wie man sein Geld anlegt, um möglichst viel Vermögen aufzubauen. Dabei hat sich herausgestellt, dass es am Besten ist, wenn man in Sachwerte investiert. Dabei sollte möglichst eine Streuung vorgenommen werden, und zwar auf Rente, Beteiligung an Gesellschaften und Immobilienfonds. Das Fondvermögen ist ausgewiesenes Sondervermögen. Eine Immobilie ist Sachwert und ein Fond ausgewiesenes Sondervermögen. Wenn man sich nur an einer Immobilie beteiligt, ist das Risiko recht groß. Selbst wenn man darauf geachtet hat, dass die Immobilie wenigsten 4 % Rendite abwirft, eine gute Lage hat und laut Verkehrswertgutachten der Kaufpreis angemessen ist, kann es zu erheblichen Verlusten kommen. Irgendwann laufen die Mietverträge aus oder die Mieter kündigen die Immobilie, dann kann man sie eventuell nur unter dem früheren Mietpreis vermieten oder aber überhaupt nicht. Wenn die Miete von gleich mehreren Mietern ausfällt, kann man auch keine Rendite mehr erzielen, obwohl man gerade für diesen Zweck die Immobilie gekauft hatte.

Da ist es besser, man investiert in mehrere Fonds. Eine Rating Agentur untersucht hierbei die Qualität der Fonds. Es wird in Miet- und Bürohäuser, sowie in Logistikunternehmen und Hotels investiert. Ein Fond Manager überwacht die Fonds und kann sie gegebenenfalls auswechseln. Man unterscheidet zwischen geschlossenen und offenen Immobilienfonds. Bei den geschlossenen wird das Kapital eingezahlt und der Fond geschlossen. Man kann weder weitere Einzahlungen noch Auszahlungen vornehmen. Bei einem offenen Fond kann man jederzeit einzahlen und auch wieder entnehmen.

Wenn man sich an Immobilienfonds beteiligt, hat man weniger Arbeit als bei einer eigenen Immobilie, die Arbeit übernimmt der Fond Manager und man wartet nur auf die Auszahlung der Renditen. Bei Reparaturen etwa beteiligt man sich wohl mit seiner Einlage, aber man hat nicht die Verhandlungen mit den Handwerkern und keine Arbeit. Allerdings muss man die Steuern aus Vermietung und Verpachtung entrichten.

Was genau sind eigentlich Derivate?

Derivate sind Anlageformen bzw. Finanzprodukte, welche abhängig sind von der Wertänderung anderer Finanzprodukte oder Güter (z. B. festverzinsliche Wertpapiere, aber auch landwirtschaftl. Produkte oder Rohstoffe) und in der eigenen Wertentwicklung durch Wertschwankungen auf jegliche Änderungen der entsprechenden Marktbedingungen reagieren.

Der Inhaber/Käufer eines Derivates erwirbt das Recht, nicht aber zwingend die Verpflichtung ein anderes Anlageprodukt oder Gut in einem frei zu definierendem zukünftigem Zeitraum oder zu einem frei zu definierendem zukünftigem Zeitpunkt zu einem bereits heute festgelegten Preis (und eventuellen weiteren detailiert festgelegten Bedingungen) zu erwerben, zu verkaufen oder zu tauschen.

Genutzt werden Derivate zur Spekulation auf Kursgewinne, als Risiko-Ausgleich zur Absicherung des Basiswertes sowohl im Verkauf, als auch im Einkauf von Gütern oder bei Finanzanlagen. Des Weiteren kann ein Derivat genutzt werden, um Gewinne durch Ausnutzung von Preisunterschieden gleicher Ware an unterschiedlichen Märkten zu erzielen.

Der Gewinn oder Verlust errechnet sich jeweils anhand der Differenz zwischen dem zum ausgehandelten Zeitpunkt aktuellem Marktwert (lt. Börsenkurs) des Basiswertes und dem vereinbartem Preis. Bei nicht Vorhandensein eines direkten Marktwertes werden Werte lt. Börsenkurs von Vergleichsobjekten herangezogen. Anders als bei den üblichen Anlagegeschäften, kann man mit Derivaten auch an fallenden Märkten Gewinne erzielen.

Entgegen anderer Anlageformen ist für diese Anlage keine, ggf. eine sehr geringe Anfangsinvestion erforderlich. Hier sind also für einen kleinen Aufwand große Gewinnmöglichkeiten gegeben. Allerdings können auch große Verluste bis hin zum Total-Verlust entstehen, denn da ein Derivat stets abhängig von anderen Anlagegeschäften ist, existieren auch hier die selben hohen Risiken. Hinzu kommt, dass die Wertbildung von Derivaten für den Durchschnittsbürger oft etwas undurchsichtiger ist, als bei den üblichen Anlagegeschäften, da weit mehr Faktoren den Basiswert beeinflussen.

Derivate Finanzprodukte werden teils an Terminbörsen gehandelt, aber auch außerhalb (z. B. von Banken) des Börsengeschehens. Die bekanntesten heißen Futures, Optionen und Swaps.

Tagesgeldkonten im Vergleich

Cover Finanztest Ausgabe 02/2010In der Finanztest Ausgabe Februar 2010 nimmt die Stiftung Warentest das Thema Tagesgeld- und Festzinsangebote genauer unter die Lupe. Bei über 80 Banken werden die Produkte Tagesgeld, Festgeld, Sparkonten und Festzinsangebote begutachtet und bewertet. Wo bekommt man die besten Zinsen?

Das Resultat ist besser als erwartet. Derzeit sind beim Testsieger Santander Consumer Bank bis zu 3,5% Zinsen möglich. Sein Geld länger als drei Jahre aus der Hand zu geben lohnt indes nicht. Dass Anleger ohne Kündigungsmöglichkeit bessere Zinskonditionen erwarten können als flexible Anlagepakete ist nicht verwunderlich – war es je anders?

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