Immobilienkredit: Ohne Eigenkapital finanzieren
Aktuell wird immer wieder dafür geworben, dass die Zinsen für Immobilienkredite auf einem historischen Tiefstand stehen. Fast ebenso oft wird darauf hingewiesen, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, eine Immobilie zu erwerben, um von diesen niedrigen Zinsen zu profitieren. So keimt bei vielen Familien der Wunsch, mit der eigenen Immobilie nicht nur eine solide Altersvorsorge zu erwerben, sondern auch selbst Herr über ein Haus oder eine Wohnung zu sein und diese nach persönlichem Geschmack einrichten zu können.
Bei vielen Familien jedoch besteht kein oder nicht ausreichendes Eigenkapital. Grundsätzlich gilt, dass eine Immobilie mit mindestens 20 Prozent Eigenkapital finanziert werden sollte. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, eine Immobilie zu 100 Prozent zu finanzieren. Ohne Eigenkapital geht es aber auch bei einer 100-prozentigen Finanzierung nicht. Denn die Nebenkosten des Immobilienerwerbs wie Notarkosten oder eventuelle Maklergebühren müssen in der Regel dann trotzdem selbst finanziert werden. Kostet die Immobilie beispielsweise 250.000 Euro und betragen die Nebenkosten fünf Prozent vom Kaufpreis, so benötigt man allein dafür bereits 12.500 Euro Eigenkapital. Von einer kompletten Fremdfinanzierung spricht man, wenn z.B. 105 Prozent vom Immobilienkaufpreis finanziert werden.
Bevor man sich nun euphorisch auf die Suche macht, sollte man trotzdem einmal bei der eigenen Hausbank anfragen, ob und in welcher Höhe man dort einen Kredit zur Immobilienfinanzierung erhalten würde. Allerdings müssen gerade junge Familien ohne Eigenkapital oft mit einer Absage rechnen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen sind die Kreditinstitute durch Bank- und Wirtschaftskrise entsprechend gebeutelt und vorsichtig geworden, zum anderen gibt es bedingt dadurch auch die sogenannten Scoringverfahren, mit denen an Hand von Kennzahlen das Risiko einer Kreditvergabe eingeschätzt wird.
Aber selbst wenn man bei der Hausbank keine positive Antwort bekommt, so ist es zumeist nur eine Frage der Zeit bis man ein Kreditinstitut findet, welches den Traum eines Immobilienkredits ohne Eigenkapital finanzieren würde. Zumindest, wenn außer der Immobilie noch weitere Sicherheiten vorhanden sind. Man sollte sich allerdings vorher sicher sein, dass die eigene Rechnung auch aufgeht und sich wirklich genau mit seiner finanziellen Situation auseinandersetzen. Wer blauäugig einen Kredit abschließt, den er später nicht bedienen kann, über dem schwebt immer das Risiko einer späteren Zwangsvollstreckung. Eine gewissenhafte Kalkulation ist daher zwingend erforderlich.
Im Internet finden sich auf Immobilienseiten häufig Rechner für das zur Verfügung stehende Einkommen sowie zur Kreditberechnung mit unterschiedlichen Zins- und Tilgungsvarianten. Es schadet nichts, sich einmal mit diesen Rechnern auseinanderzusetzen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, in welcher Höhe eine Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital überhaupt möglich wäre. So bekommt man mit der Zeit auch ein Gespür dafür, ob man am Ende ein seriöses Finanzierungsangebot vorliegen hat oder nicht.
Ratenkredit mit günstigen Zinsen
Was genau ist eigentlich ein Ratenkredit und wie kommt man an günstige Zinsen?
Als Ratenkredit bezeichnet man im Allgemeinen ein Darlehen für eine Privatperson, der in gleichbleibenden monatlichen Raten, mit einem festen Zinssatz zurückgezahlt wird. Dabei gibt es den Ratenkredit unter unterschiedlichen Bezeichnungen, die meistens seinem Verwendungszweck entsprechen. Sehr bekannt hierbei ist zum Beispiel der Autokredit, der Konsumentenkredit oder der Anschaffungsdarlehen. Angeboten wird diese Art der Kredite schon seit 1950 in Deutschland, wobei er zuerst als Hauptgeschäft der Teilzahlungsbanken diente. Heute wird er im Allgemeinen von Geschäftsbanken angeboten, insbesondere dabei von den Autobanken, bei denen der Ratenkredit eines der wichtigsten Produkte darstellt.
Wie kann man sich einen solchen Ratenkredit am besten noch mit günstigen Zinsen holen und was ist dabei zu beachten? Da es sich bei den Ratenkrediten um standardisierte Produkte der Banken für Privatkunden handelt, ist es fast überall möglich einen solchen Kredit zu beantragen. Dabei bewegt sich die Höhe des Kredits zwischen 1.000 Euro bis 75.000 Euro und die Laufzeit des Vertrages zwischen 84 Monaten, manchmal aber auch 120 Monaten. Die Zinsen hängen maßgeblich von der Laufzeit ab. Je kürzer die Laufzeit, desto günstiger die Zinsen.
Weiterhin ist wichtig bei der Beantragung zu wissen, dass man seine Lohn- und Gehaltsabtretung, als Sicherheit im Vertrag angeben muss. Wenn die Bonität aber nicht ausreichen sollte, kann es vorkommen, dass die Banken zusätzlich einen Bürgschaft verlangen. Zu beachten gibt es weiterhin, dass das Aufnehmen eines Ratenkredits typischerweise in die Schufa eingetragen wird und dass oftmals einen Restschuldversicherung zum Kredit abgeschlossen werden muss, die Zusätzliche Kosten verursacht. Wenn man den Kredit dann aufgenommen hat, muss man ihn in den vertraglich festgehaltenen Monatsraten zusätzlich der anfallenden Zinsen zurückzahlen. Dabei können einmalig Bearbeitungsgebühren in Höhe von bis zu drei Prozent der Kreditsumme anfallen.
Welche Vor- aber auch Nachteile haben Ratenkredite zu bieten? Ein großer Vorteil ist, dass man die Summe der monatlichen Raten, zu einem gewissen Teil selber mitbestimmen kann, indem man einfach die Laufzeit des Kredits verlängert. Hinzu kommt, dass man hier nicht den gesamten Betrag plus Zinsen auf einmal zurückzahlen muss, wie es bei anderen Krediten der Fall ist. Weiterhin ist ein sehr guter Vorteil, dass man als Kreditnehmer nicht einmal über sehr hohe Sicherheiten verfügen muss, um einen solchen Kredit zu bekommen. So kann man relativ einfach größere Anschaffungen machen. Hinzu kommen oftmals sehr geringe Zinsen, die zwar nicht so niedrig sind wie bei einer Baufinanzierung aber immer noch günstiger als bei einem Dispositionskredit ausfallen. Der letzte große Vorteil, den der Ratenkredit bietet, ist die gute Übersichtlichkeit und die Möglichkeit, mit ihm lange in die Zukunft zu planen, da sich die Raten nach Abschluss des Vertrages nicht mehr ändern.
Günstige Kredite für Hauskauf
Der Traum vom eigenen Haus muss kein Traum bleiben. Wenn jedoch nicht genug Eigenkapital für den Hauskauf vorhanden ist, muss ein Kredit aufgenommen werden. Um keine finanzielle Überbelastung zu riskieren, muss der gewünschte Kredit den gegebenen Umständen in seiner Höhe und den monatlichen Belastungen angepasst sein. Die richtige und günstige Finanzierungsform zu finden, ist nicht leicht weil das notwendige Fachwissen fehlt. Es bietet sich an, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.
Eine viel genutzte Möglichkeit, einen günstigen Kredit für den Hauskauf aufzunehmen, ist der Annuitätenkredit. Dieser Kredit hat sich bei der Immobilienfinanzierung über die Jahre gut bewährt. Er wird in gleichbleibenden monatlichen Raten zurückgezahlt. Diese Raten setzen sich aus der eigentlichen Tilgung und den Zinsen zusammen. Da sich mit jeder gezahlten Rate die Restschuld verringert, verringern sich zugleich auch die Zinsen. Das wiederum bedeutet, dass sich die monatliche Rate ständig verändern würde. Soll sie aber gleichbleibend sein, kann die Tilgung des Kredits schneller erfolgen da der Zinssatz festgeschrieben ist. Der Zinssatz richtet sich hierbei nach der Zinsfestschreibungszeit. Das heißt konkret, je länger die Laufzeit des Kredites ist, desto höher ist auch der Zinssatz. Der Annuitätenkredit wird von verschiedenen Banken angeboten. Daher lohnen sich eine Beratung und ein Vergleich immer, denn dieser Kredit wird ohne Sicherheiten gewährt.
Auch das Hypothekendarlehen ist eine sichere Form der Kreditaufnahme für den Hauskauf. Hierbei wird das Darlehen durch das Grundpfandrecht auf die jeweilige, oder eine andere Immobilie gesichert. Wegen dieser Sicherheit ist er meist auch günstiger im Bereich der Zinsgestaltung. Ein Vorteil des Hypothekendarlehens liegt darin, wenn der Darlehensnehmer seinen Zahlungen nicht mehr nachkommen kann, kann das Darlehen durch eine Zwangsversteigerung getilgt werden. Das Hypothekendarlehen kann mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren gewährt werden. Die häufigsten Anbieter sind Bausparkassen, Kreditbanken und Lebensversicherungsgesellschaften. Doch auch für ein Hypothekendarlehen gilt, vor dem Abschluss immer Angebote einholen und vergleichen.
Die Möglichkeit, einen günstigen Kredit für den Hauskauf zu finden, kann über einen Direktanbieter oder Hypothekenvermittler erfolgen. Beide bieten Hauskaufkredite verschiedener Anbieter zu günstigen Konditionen an. Der Kreditnehmer kann sich den für ihn geeignetsten Kredit aussuchen.
Ganz egal für welchen Kredit sich der Kreditnehmer auch entscheidet, es sollte gut überlegt sein.