Welche Gebühren bei Auslandsüberweisungen anfallen

Wer eine Überweisung ins Ausland tätigen möchte, sollte sich vorab bei seiner Bank über die anfallenden Gebühren informieren, damit es bei der Sichtung des Kontoauszuges keine böse Überraschungen gibt. Denn allgemein sei gesagt: Auslandsüberweisungen sind kostenpflichtige Bankdienstleistungen. Die Höhe des Entgeltes richtet sich nach Höhe des Betrags, nach der Art der Überweisung und letztendlich natürlich auch nach der Gebührentabelle der ausführenden Bank und da kann es erhebliche Unterschiede zwischen den Banken geben.

Die Mehrkosten einer Auslandsüberweisung rechtfertigen sich in erster Linie dadurch, dass die Überweisung über die Auslandsabteilung der Bank ausgeführt werden muss. Dann stellt sich auch die Frage, soll die Überweisung als SWIFT-Überweisung oder als SEPA-Überweisung ausgeführt werden? Handelt es sich um eine normale Überweisung oder um eine Expressüberweisung? Eine Expressüberweisung kostet zu den normalen Auslandsüberweisungsgebühren noch eine Gebühr für die Expressdienstleistung hinzu. Wie hoch die Auslandsüberweisungsgebühren jedoch sind, hängt vor allem auch davon ab, in welches Land die Überweisung gehen soll.

Die reinen Gebühren für die Auslandsüberweisung richten sich nach dem Wunsch des Auftragsgeber. Denn dieser bestimmt, wer die Gebühren zu tragen hat. Hier gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Die erste Variante ist, der Auftraggeber trägt die Gebühren für die Auslandsüberweisung komplett selbst. Ihm werden also vom Konto der Überweisungsbetrag zuzüglich die entsprechenden Gebühren, belastet. Die zweite Variante ist, der Empfänger des Überweisungsbetrags trägt die kompletten Überweisungsgebühren. Überschreitet das Kontoguthaben des Empfängers den Überweisungsbetrags nicht oder besitzt er garkein Guthaben, werden ihm die kompletten Überweisungsgebühren vom empfangenen Überweisungsbetrag abgezogen. Es liegt im Interesse des Überweisungsauftraggebers dies im Vorfeld dem Empfänger mitzuteilen, damit es für diesen keine Unannehmlichkeiten am Bankschalter gibt. Die dritte Variante ist die sogenannte Sharing-Variante. Wie der Name schon sagt, wird hier etwas geteilt, nämlich die Überweisungsgebühren. Konkret bedeutet dies, dass der Auftraggeber und der Überweisungsempfänger jeweils die Hälfte der Überweisungskosten bezahlen bzw. diese deren Konten belastet werden.

Eine Auslandsüberweisung auf eigene Kosten ist relativ teuer. Bei einer bestimmten Landesbank muss man für einen Überweisungsbetrag von 100 Euro auf ein Schweizer Konto 29 Euro bezahlen. Das ist mehr als ein Viertel des gesamten Überweisungsbetrages. Die Sahring-Variante wäre hier zweifelsohne die fairere Version. Es kommt natürlich darauf an, weshalb und an wen man eine Auslandsüberweisung veranlasst und dementsprechend sollte man gründlich überlegen, welche der drei Varianten zum Gebührenbegleichen man wählt. Im Businessbereich ist es eigentlich geläufig, dass man die Sharing-Version wählt. Wenn man im Ausland Jemanden beschenken möchte mit Geld, sollte die Gebühren lieber selbst bezahlen, denn welcher Beschenkte möchte für sein Präsent auch noch Gebühren bezahlen?

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